Zahnarztpraxis Jozef Verstegen in Marl


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Die zahnärztliche Funktionsdiagnostik und Funktionstherapie befasst sich mit der Diagnostik und Behandlung von Funktionsstörungen des Kausystems (Craniomandibuläre Dysfunktionen, CMD). Früher war auch die Bezeichnung „Gnathologie“ (Lehre vom Kiefer) oder „Myoarthropathie“(Kaumuskel- und Kiefergelenkerkrankung) gebräuchlich.
Rund 7 Millionen Menschen in Deutschland, mehr als 30 Millionen in der westlichen Welt, sind von CMD betroffen. Und doch weist dieses Krankheitsbild in der Bevölkerung einen sehr geringen Bekanntheitsgrad auf. Auch von vielen Ärzten und Therapeuten wird die CMD übersehen oder sogar ignoriert. Ein Umstand, der für betroffene Patienten einen jahrelangen Arzttourismus bedeuten kann.

Was ist CMD?
Treffen Ober- und Unterkiefer nicht in der idealen Position aufeinander, kann es zu Störungen und Schmerzen kommen. Beim Schließen des Mundes verschiebt sich der Unterkiefer dann automatisch in eine neue Position, um diese Fehlstellung auszugleichen. Dadurch wird ein Druck auf umliegende Muskeln erzeugt, sodass diese in unnatürlicher Weise beansprucht und belastet werden. Experten sprechen von einer Craniomandibulären Dysfunktion (CMD), einer Funktionsstörung im Kausystem, also im Zusammenspiel zwischen Ober und Unterkiefer. Der Begriff kommt von

  •  Cranium = Schädel
  •  Mandibula = Unterkiefer
  •  Dysfunktion = Fehlfunktion

Unser Kausystem ist über Muskeln und Nerven intensiv mit anderen Teilen des Stütz- und Bewegungsapparats verbunden. Alle Teile des Stütz- und Bewegungsapparats beeinflussen sich gegenseitig. So können Funktionsstörungen des Kausystems Beschwerden und Erkrankungen in anderen Bereichen des Stütz- und Bewegungsapparats auslösen. Umgekehrt gilt dies genau so: Störungen in anderen Teilen des Stütz- und Bewegungsapparats können Beschwerden und Erkrankungen im Kausystem bewirken.
Wegen dieser komplexen Zusammenhänge ist für betroffene Patienten die Zusammenarbeit von Zahnärzten, Orthopäden sowie anderen Fachärzten, Physiotherapeuten und Osteopathen wichtig und notwendig. Denn CMD ist wie ein Chamäleon. Die eigentliche Ursache „falscher Biss“ kann sich hinter einer Fülle von Symptomen verstecken.
 
Das Kiefergelenk ist in der Beanspruchung mit dem Gelenk eines Hochleistungssportlers vergleichbar.
Kiefergelenksbeschwerden und CMD sind in der Leistungsgesellschaft
häufig anzutreffen:

  • Knacken
  • Knirschen
  • Schmerzen bei Mundbewegungen
  •  Muskelverspannungen im Gesichts- und Nackenbereich.

Unbehandelte Beschwerden dieses Doppelgelenkes können zu bleibenden Schäden am Gelenk und an den Zähnen führen.
Nach einer instrumentellen Funktionsanalyse, nachtgetragenen Aufbissbehelfen, Einschleifen störender Zahnkontakte und dem Aufbau wichtiger Funktionsflächen im Gebiss kann mit Geduld und Fingerspitzengefühl das Fortschreiten dieser Symptome aufgehalten und gestoppt werden.
Unser Ziel der Behandlung ist die störungsfreie Bewegungsmöglichkeit des Unterkiefers.
Der Patient erlebt nach der Behandlung einen deutlich besseren Kaukomfort und erhebliche ästhetische sowie organische Nachteile an den Zähnen (abgeknirschte Zähne) werden vermieden.